Bergrestaurant Balmalpe | Lech
Bauherr: Skilifte Lech, Ing. Bildstein GesmbH.
Ausführung: 2006


Das in die Jahre gekommene Bergrestaurant sollte durch einen modernen Neubau ersetzt werden, der Charakter einer Schutzhütte sollte gemäß allgemeinen Wunsch und aufgrund der vorherrschenden hohen Windgeschwindigkeiten gewährleistet sein. Erd- und Obergeschoß des Bestandewurden abgebrochen und durch einen modernen Holzbau ersetzt, das bestehende Untergeschoß wurde umgebaut und generalsaniert. Die schlicht gehaltene Fassade mit Holzgeländer, ist aus gebürsteter, thermisch behandelter Fichte gefertigt. Durch die horizontale Gliederung dieser beiden Elemente wurde eine optische Streckung des Gebäudes erzielt. Die sonnige Terrasse bietet Platz für ca. 130 Personen, im Innenbereich für ca. 170 Personen. Eine Öffnung der Fassade Richtung Süden wurde durch zwei Lichtbänder erreicht. Im Erdgeschoß lässt sich jedes im Parapet versenken, so bilden Innenraum und Terrasse eine barrierefreie Einheit. Die Öffnungen ermöglichen die Sicht auf die prachtvolle umliegende Bergwelt. Das Erdgeschoß ist durch einen großzügigen Luftraum mit dem Obergeschoß verbunden, in dessen Zentrum sich eine 60 m² große Betonscheibe, die als Wandheizung und Nachtspeicher dient, befindet, aber auch statische Funktionen übernimmt. Die Wandverkleidung besteht aus orange hinterleuchtetem Calacatta-Marmor. Im nördlichen Teil der Balmalp befinden sich zwei aus alten Brettern gezimmerte Stuben im Erdgeschoß, als Gegensatz zum zeitgemäßen Design der Bar. Durchgehende Lichtbänder hinter den Banklehnen bringen die unterschiedlichen Holzoberflächen zur Geltung. Entlang der „glühenden“ Marmorscheibe findet die in den Raum integrierte Erschließung ins Untergeschoß bzw. Obergeschoß Platz, wobei auch ein Personenaufzug zur Verfügung steht. Über der Treppenachse wurde ein Lichtband in die Dachfläche eingearbeitet um eine reichliche Sonneneinstrahlung zu ermöglichen und die Räumlichkeiten sehr hell und freundlich erstrahlen zu lassen.